Chamada de Mulher VIII

News

chamada_deu

PARTY

CAPOEIRA ANGOLA

VORTRÄGE

WORKSHOPS

AKTIONEN

Mittwoch
23.05.

Donnerstag
24.05.

Freitag
25.05.

Samstag
26.05

Sonntag
27.05.

18 – 22 Uhr

WORKSHOP
Männer*, Feminismus und Sport
(Josua Russmann)

17 – 18 Uhr

VORTRAG
Wahrnehmung von Schwarzen Männer- und Frauenkörpern und ihre (Un)Sichtbarkeit in Brasilien
(Prof. Dr. Paula Cristina da Silva Barreto)

9 – 13 Uhr

WORKSHOP Männer*, Feminismus und Sport
(Josua Russmann)

10 – 20 Uhr

CAPOEIRA ANGOLA
Mestre Poloca
Mestra Paulinha
Mestra Janja

10 – 14 Uhr

CAPOEIRA ANGOLA
Mestre Poloca
Mestra Paulinha
Mestra Janja

13.45 – 16 Uhr

AKTION
Stadtspaziergang

14 – 17 Uhr

AKTION
Öffentliche Roda

18 – 19 Uhr

VORTRAG
Traditionelle feministische Körper- und Bewegungs-aktivitäten“
(
Prof. Dr. Rosangela Janja Costa Araujo)

16 – 20 Uhr

CAPOEIRA ANGOLA
Mestre Poloca
Mestra Paulinha
Mestra Janja

 

In diesem Jahr freuen wir uns besonders, die Veranstaltung Chamada de Mulher VIII in Marburg ausrichten zu können. Geplant ist eine Woche buntes Programm rund um Capoeira, Widerstand und Empowerment. Wir wollen uns in diesem Jahr dem Thema „Frauen* in Bewegung“ widmen und gemeinsam (Frauen, Männer, Kinder, …) über die Frau* in der Capoeira, in der Gesellschaft und in anderen Bewegungsaktivitäten sprechen und diskutieren.

Mestra Janja, Mestra Paulinha und Mestre Poloca der Gruppe Nzinga (Salvador, Brasilien) werden den Capoeira Workshop leiten.
Mestra Janja und Mestra Paulinha, die in Brasilien an der Universität UFBA (Salvador, Brasilien) lehren und forschen werden uns außerdem mit zwei Vorträgen bereichern:
„Wahrnehmung von Schwarzen Männer- und Frauenkörpern und ihre (Un-)Sichtbarkeit in Brasilien“
(Prof. Dr. Paula Cristina da Silva Barreto)
„Traditionelle feministische Körper- und Bewegungsaktivitäten“
(
Prof. Dr. Rosangela Janja Costa Araujo).

Außerdem wird Josua Russmann (Österreichische Gesellschaft für Sexualwissenschaften) einen Workshop zum Thema Männer*, Feminismus und Sport anbieten.

Bei einem Stadtspaziergang begeben wir uns auf eine vielfältige Spurensuche in Marburg.

Zur Einstimmung vergangene Chamada de Mulher-Veranstaltungen in Brasilien:

sou mulher, sou capoeirista from abobora on Vimeo.

VI Chamada de Mulheres from abobora on Vimeo.

VI Chamada de Mulher – Mestra Paulinha from abobora on Vimeo.

Gruppe Nzinga

Allgemein

Die Gruppe Nzinga ist mittlerweile in der ganzen Welt verteilt und engagiert sich dafür die Capoeira Angola mit allen ihren Facetten und insbesondere in dem aufrechterhalten und der Stärkung der afrikanischen Wurzeln.

Durch die Capoeira Angola in der kleinen Roda und auch in der großen Roda hat sich die Gruppe Nzinga zum Auftrag gemacht sich gegen Sexismus, gegen Rassismus,
für Kinderrechte und die Wertschätzung afrikanischer Kultur zu engagieren.

Dies setzt sie mit unterschiedlichen Aktionen, Formaten, Workshops und Positionierungen um…

Umsetzung

Neben der Capoeira Angola hat die Gruppe Nzinga folgende Initiativen realisiert:

  • Projekt Ginga Muleeke: Capoeira Angola, Musik und Bildung für etwa 40 Kinder und Jugendliche mit geringem Einkommen und / oder sozialen Risiken in São Paulo.
    Indirekt erreicht die Arbeit mehr als 100 Verwandte.
  • Förderung von Capoeira: Nzinga hat, um die Kunst der Capoeira Angola ständig zu verbessern, Angoleiros und Forscher aus den unterschiedlichsten Orten in Brasilien und aus verschiedenen Ländern der Welt empfangen. Des Weiteren engagiert sich Nzinga für Themen im Zusammenhang mit der afrikanischen Kultur in Brasilien, fördert Debatten, Workshops und öffentliche Kampagnen, die Capoeira Angola, eine Kultur des Friedens und Menschenrechte propagieren.
  • Besondere Workshops: Nzinga hat bereits Workshops mit renommierten Capoeira-Meistern wie João Pequeno und João Grande, Neco, Cobra Mansa, Jurandir, Manoel, Angolinha und Valmir, allesamt direkte Nachkommen von Mestre Pastinha, gefördert. Und andere Meister der Popkultur wie Tião Carvalho und Maurício Alves, sowie Tata Mutá Imê.
  • Berimbau-Orchester: Seit 1999 macht die Gruppe Nzinga Auftritte mit einem Berimbau Orchester um die komplexen Rhythmen der Capoeira Angola und anderer afrobrasilianischen Kulturellen Manifestationen zu präsentieren. 
  • Zeitschrift „Toques d’Angola“: Eine Zeitschrift, die sich sozialen Fragen widmet, die für das afro-brasilianische Universum relevant ist.
  • CDs Nzinga: Die erste CD wurde 2003 veröffentlicht, mit traditionellen Songs der Capoeira Angola, sowie Arrangements des Berimbau Orchesters Nzinga. Mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren, die in ganz Brasilien und im Ausland verkauft und vertrieben wurden. Die CD hatte eine ausgezeichnete Resonanz bei den Liebhabern der Populärkultur und des Capoeira Angola Universums.
    Die neue CD der Grupo Nzinga wurde 2018  veröffentlicht und enthält mehrere Stücke, die von Kindern und Jugendlichen der Gruppe umgesetzt wurden. Der Komponist Tião Carvalho und der Priester Tata Mutá Imê aus Salvador nehmen ebenfalls daran teil.

  • Internetseite http://www.nzinga.org.br: Eine umfangreiche Internetseite auf portugiesisch und englisch mit Informationen über afrikanische und afro-brasilianische Kultur, Geschichte und Philosophie, Capoeira Angola, über die Gruppe Nzinga und andere Themen rund um Antirassismus und Geschlechtergerechtigkeit.
  • Dokumentationen:
    Die Gruppe Nzinga hat Dokumentationen zu unterschiedlichsten Themen veröffentlicht…
    Iê – viva meu mestre:
  • Event ‘Viva Pastinha’: Capoeira Angola, Tanz, Musik und Debatten, mit vielfältiger Beteiligung von Capoeiristas, Aktivisten der schwarzen Bewegung, Akademikern und Menschen, die sich für das Thema Antirassismus und Afrikanidade interessieren. Es findet seit 2002 statt.
  • Afro-brasilianische Spiritualität: Ein Spezifika der Gruppe Nzinga ist die Erhaltung und Vermittlung um das gemeinsame Erbe zwischen Capoeira Angola und Candomblé de Angola.

Mestre Pastinha

Allgemein

Mestre Pastinha nasceu em 1889 e morreu em 1981. Desperta nos angoleiros um ideal de educador, que alerta e ensina como é possível jogar mas não como jogar, e deixou uma série de desenhos e apontamentos sobre a Capoeira Angola, reagrupados nos temas abaixo.

Vicente Joaquim Ferreira Pastinha, ou Mestre Pastinha, começou a aprender capoeira aos 8 anos de idade com o africano Mestre Benedito.
Serviu a Marinha e, em 1910, tornou-se professor de capoeira. Ao longo dos anos, foi organizando a arte do jogo, fundou sua própria escola em 1941, estabeleceu um método de ensino com base em antigas tradições trazidas por africanos escravizados e escreveu o livro „Capoeira Angola“.

Mas não foi reconhecido como educador e incentivador da cultura afro-brasileira e chegou à velhice em descaso e pobreza.

Fontes:
Angelo A. Decanio Filho. A herança de Pastinha. 2 ed. 1997.
Antonio Carlos Muricy. Pastinha, uma vida de capoeira (Documentário). Brasil, 1998, 16mm, cor, 52 min. Obs.: com registros de depoimentos do próprio Pastinha e contemporâneos.
Ilustração:
Reprodução – Pintura de Mestre Pastinha.

Musik

Allgemein

 

IMG-20180223-WA0021

Berimbau – Foto by Myriam Dormer (Nzinga Atlanta)

Die Musik der Capoeira Angola ist geprägt durch Einflüsse aus der afrobrasilianischen Kultur. Der Gesang wird von 5 Rhythmusinstrumenten begleitet, bei denen das Berimbau eine besondere Rolle spielt. Das Berimbau besteht aus einem langen Holzstab, der mit einem Draht zu einem Bogen gespannt wird, und einem getrockneten, ausgehöhlten Kalebasse als Klangkörper. Wird der Draht angeschlagen, so entsteht ein metallischer Ton. Die anderen Instrumente sind die Atabaque (eine große Fasstrommel), das Pandeiro (ein Tamburin), die Agógó (eine Percussion-Glocke) und das Reco-Reco (eine Art Ratsche).Die Lieder der Capoeira Angola werden im Wechselgesang gesungen. Ein „Leadsänger“ singt einen Vers, auf den der Chor antwortet. Durch die sich so immer wiederholenden, Melodien mit kurzen Texten, und den starken, tragenden Rhythmus der Perkussioninstrumente entsteht eine eindringliche Musik. In den Liedern werden die Traditionen und Werte der Capoeira Angola überliefert, Schutzheilige, Naturmächte oder Tiere als kraftspendende Verbündete besungen und einige Lieder sind auch dem Samba entlehnt.

Mit der Musik können alle Anwesenden ihre Energie in die Roda, die Runde, geben und das Spiel der beiden Spieler in der Roda wird dadurch getragen und beflügelt. Der „Leadsänger“ kann über den Gesang das Spiel anleiten, und die Spieler beispielsweise zur Rücksichtnahme auffordern oder an die gelassene Grundhaltung der Capoeira Angola erinnern.

nzinga cd2.jpg

Hier bestellen:

Spiel

Allgemein

O jogo / das Spiel

Umgeben von der Bateria und weiteren Capoeiristas befinden sich zwei Spieler in der Mitte eines Kreises, der sogenannten „Roda“. Vom Fuß des Berimbaus aus entwickelt sich, begleitet durch die Musik und den Gesang der Musiker, ihr Spiel. Mit Tanz, Kampf, Theater, List und Zauberei kommt es zur Kommunikation zwischen den zwei Spielenden und ihren Körpern.

Der Grundschritt und die Basis von dem alle Angriffe und Ausweichbewegungen ausgehen nennt sich „Ginga“. Dies ist eine wiegende Bewegung in der die Capoeiristas ihre Angriffe verstecken und jederzeit geschickt mit Ausweichbewegungen auf Angriffe reagieren und diese kontern können. Es gibt eine Reihe von Grundbewegungen, die sich, abhängig von der physischen Konstitution und Möglichkeiten der Spieler, in Variationen und komplexen Kombinationen entfalten. Dieser Dialog wird durch die Musik mitbestimmt und umgekehrt kann die Musik durch diesen beeinflusst werden.

Kreativität, Improvisation und eine hohe Aufmerksamkeit sind hierbei genauso gefragt wie Strategie und Spaß am Spiel. Es wird auf die Hände, die Füße und auf den Kopf gegangen. Die Bewegungen sind hauptsächlich rund, mal gerade und wechseln innerhalb des Kreises von oben nach unten, rechts und links und über und unter den Kopf. Keine Dimension wird dabei ausgelassen.

Die eigenen Stimmungen und Emotionen können genauso mit ins Spiel gebracht werden, wie das im Training Gelernte ausprobiert und durchgeführt werden kann. Innerhalb des Kreises sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Spieler ist auf sich angewiesen und doch Teil des Ganzem, der Roda.

Dabei ist kein Spiel wie das andere. Die Capoeiristas haben die Möglichkeit, sich und ihre Individualität ganz mit ins Spiel einzubringen und gleichzeitig die Aufgabe, auf den Ausdruck und die Individualität des Spielpartners zu reagieren. Es kommt jedes Mal zu einer neuen Begegnung, einem neuen Austausch und es gibt jedes Mal etwas dazu zu lernen, um daran zu wachsen. Von daher wird oft davon gesprochen, dass die Roda auf die „große Roda“, das Leben, vorbereitet.

Mehr Informationen auf Portugiesisch und Englisch:
http://nzinga.org.br/pt-br/node/20

Königin Nzinga

Allgemein

nzingaNzinga Mbandi Ngola, Queen of Matamba and Angola, lived from 1581 to 1663 and she represents the resistance to the occupation of the African territory by the Portuguese who docked there for the purpose of human trafficking.
The Portuguese occupation in that area began in 1578 with the foundation of current-day Luanda, Angola’s capital. King Ngola Kiluanji, Nzinga’s father, resisted for many years to the invasion of his territory. He was succeeded by his son Ngola Mbandi that, initially, also was able to resist the invaders.
Nzinga and her brother negotiated with Portuguese to ensure they moved out of occupied territories. But later she did not agree with the African leaders submission to the Portuguese, including her brother. She ordered their deaths, took over the command of the resistance groups and fought against the occupation of the Ngola and Matamba lands.
She formed an alliance with ‚jaga‘ warriors starting to act on ‚quilombos‘, or resistance communities, that used with tactics similar to the ones used by her contemporary Zumbi of Palmares in Brazilian lands. Thus, she obtained victories and a relative peace until dying at the age of 82.